Haarentfernung (Intimbereich, Bikinizone, ...) - FAQ's:

Wie genau funktioniert die IPL-Behandlung?
Die zu behandelnde Hautregion wird mit Hilfe kurzer, intensiver Lichtimpulse aus einer hochenergetischen Xenon-Blitzlampe bestrahlt. Haare enthalten das Pigment Melanin, welches das Licht aufnimmt und es in Hitze verwandelt. Die Hitze bewirkt, dass der Haarfollikel verödet wird und somit nicht mehr in der Lage ist weiter Haare zu produzieren.
 
Worin liegt der Unterschied zwischen Laser und IPL Geräten und welchen Vorteil bietet die Nutzung von IPL-Geräten?
Die IPL Technologie ist die Weiterentwicklung der bisher genutzten Lasergeräte. Während beim Laser ein einziger Lichtstrahl mit sehr hoher Wellenlänge auf die Haut trifft, nutzen die IPL- Geräte ein ganzes Spektrum mit unterschiedlichen Wellenlängen. Für den Gast bietet die IPL-Technologie den Vorteil, dass Verbrennungen des behandelten Hautareals annähernd ausgeschlossen werden können, was bei der Nutzung des Lasers nicht garantiert werden kann. Dies kommt durch die Nutzung einer geringeren Energiedichte von 15-20J/cm², statt wie beim Laser 25-40J/cm². Zudem ist die Behandlung durch die kürzere Impulsdauer bei IPL-Geräten weniger schmerzhaft. Ein weiterer Vorteil ist, dass mit Hilfe der vom IPL-System genutzten größeren Wellenlänge auch tiefer liegende Haarwurzeln erreicht und zerstört werden können. Somit sind weniger Behandlungen nötig.
 
Welche Voraussetzungen sind für eine Behandlung notwendig und wer kann sich behandeln lassen?
Prinzipiell gilt, je heller die Haut und je dunkler das zu behandelnde Haar ist, desto besser wird das Behandlungsresultat. Demnach ist es leichter schwarze Haare zu behandeln, da diese eine höhere Konzentration an Melanin in sich haben und dadurch eine bessere Absorption des Lichts gewährleistet werden kann. Blonde Haare hingegen beinhalten weniger Melanin, weshalb weniger Lichtenergie aufgenommen und demzufolge weniger Hitze entwickelt wird. Daher ist es bei blonden Haaren schwieriger den Haarfollikel dauerhaft zu veröden. Da auch die oberste Hautschicht, die so genannte Epidermis, Melaninpigmente enthält und die Konzentration jener Pigmente mit zunehmender UV-Aussetzung steigt, ist es bei dunkelhäutigen Menschen notwendig die Behandlungen mit weniger energiereichen Lichtstrahlen durchzuführen, da es sonst zu unerwünschter und unangenehmer Hitzeentwicklung kommen kann.
 
Wie viele Behandlungen sind notwendig, um die Haare dauerhaft zu entfernen?
Da während der ersten Sitzung nur die Haare behandelt werden, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Wachstumsphase befinden (sog. Anagene Phase), sind bei jedem, unabhängig von Haar- und Hautfarbe, mehrere Behandlungen notwendig. In der Wachstumsphase sind nur etwa 15-20% der Haarwurzeln aktiv, weshalb auch jeweils nur dieser Anteil innerhalb einer Sitzung verödet werden kann. Üblicherweise benötigt man 6-10 Behandlungsdurchläufe, um alle Haare dauerhaft zu entfernen.
 
Welche Vorkehrungen sollte und kann man treffen? Was ist nach der Behandlung zu beachten?
Am Tag vor der Behandlung sollte das zu behandelnde Hautareal rasiert werden. Auf Zupfen oder Wachsen der Haare sollte einen Monat vor der ersten Behandlung verzichtet werden, da für ein erfolgreiches Entfernen der Haare die Haarfollikel vorhanden sein müssen. Besonders wichtig für eine erfolgreiche Behandlung ist das Vermeiden intensiver Sonnenbestrahlung vor, während und nach der Behandlung. Auf Bräunen der Haut (ob durch Solarium, Sonne oder auch Selbstbräunungscreme) sollte ebenfalls vor, während und kurz nach der Behandlung verzichtet werden, da es durch die erhöhte Melaninkonzentration sonst zu einem erhöhten Schmerz- bzw. Verbrennungsrisiko kommen kann. Nach der Behandlung sollte zunächst UV-Licht gemieden werden, da die Gefahr besteht, dass eine unschöne Pigmentveränderung auftritt. Die Verwendung eines hohen Sonnenschutzes hilft zusätzlich dieses Risiko zu minimieren.
 
Ist eine solche Behandlung sehr schmerzhaft?
Am ehesten vergleichbar ist das Gefühl des Lichtstrahls auf der Haut während der Behandlung mit einem leichten Pieksen. Je nach individuellem Schmerzempfinden ist die Behandlung mehr oder weniger schmerzfrei.
 
Welche Nebenwirkungen gibt es?
Bei den meisten Patienten treten keine Nebenwirkungen auf. Üblicherweise reagiert die Haut auf die Behandlung mit einer leichten Rötung, wobei einige Körperregionen empfindlicher als andere reagieren können. Selten treten auch kleine Bläschen auf, die in der Regel innerhalb weniger Stunden wieder verschwinden. In äußerst seltenen Fällen kann eine Pigmentveränderung auftreten, wobei dies meistens damit zu erklären ist, dass das behandelte Hautareal kurz vor oder nach der Behandlung einer UV Bestrahlung (beispielsweise durch Besonnung der Haut) ausgesetzt wurde. Bis die Pigmentveränderung vollständig abklingt, können mehrere Monate vergehen. Dabei kommt es jedoch nicht zu einer tieferen Schädigung der Haut (vorzeitige Hautalterung, Hautkrebs, etc.).

Wie lange dauert eine solche Behandlung?
Die Behandlungsdauer ist abhängig von der Größe des zu behandelnden Hautareals. Eine Gesichtsbehandlung dauert nur etwa 20 Minuten, während die Behandlung der Beine oder des Rückens bis zu 2 Stunden dauern kann. Nach der Behandlung kann der Gast sofort seinen gewohnten Tätigkeiten nachgehen.
 
Meine Haare scheinen nach der Behandlung trotzdem noch weiter zu wachsen. War die Behandlung nicht erfolgreich?
Doch, sie war erfolgreich, allerdings werden die Haarfollikel verödet, was zur Folge hat, dass die Haare zunächst noch in den Follikeln zurückbleiben. Diese fallen aber nach etwa 1-3 Wochen aus, wenn sich die oberste Hautschicht, die Epidermis, erneuert. In dieser Zeit scheint es, als würden die Haare weiter wachsen und die Behandlung sei nicht erfolgreich, was allerdings nicht der Fall ist.